Archiv für August 2006

Kontrollverluste

phase 1- alles irgendwie nach plan

alles fing eigentlich ganz harmlos an, geplant war der besuch der soliparty für rene in der köpi.
die erste änderung ergab sich durch eine plötzliche einladung zu einem israelischen essen bei einem freund, das hörte sich verdammt nach falaffel oder hummus an – was immer geht – also zugesagt und hin. der wein besorgt und so sollte der abend ganz harmlos mit einer schönen flasche weissburgunder starten.
zu späterer stunde wurde das grüppchen munterer und der betäubungsmittel konsum wechselte von legal zu illegal.

phase 2 köpi

als irgendwann alles etwas wirr und lauter wurde, beschlossen wir zur köpi zu wackeln. dort angekommen hieß es erstmal umschauen und etwas tanzen. zu vorgerückter stunde waren dann auch die entsprechenden utensilien herangeschafft, was den abend noch etwas schräger werden ließ und diesen um gefühlte zwei tage verlängerte. wir haben dann bis ca neun oder so getanzt und beschlossen dann in die heimische wg zu laufen.

phase 3 jura

einen zwischenstopp machten wir am ostbahnhof , wo gerade eine dinosaurierausstellung zu bewundern ist. da wir zu diesem zeitpunkt schon das kuschelstadium erreicht hatten hieß es anfassen und klettern, sowie das erlebte auf den objekten der begierde festhalten. da die großen echsen natürlich nicht für gruppenfotos und als klettergerüste gedacht waren, hatten wir auch irgendwann ziemlich erregte deutschebahnkunden und ängstliche früheinkäufer (alter 50+) um uns gescharrt. leider konnten wir auf das gepöble des morgendlichen kaufrauschpublikums nicht wirklich reagieren, da unsere erlebnisgruppe sich ausdachte als italienische spätaussiedler, ohne relevante deutschsprachkenntnisse unterwegs zu sein („nur wollen, hübsche tiere streicheln“ und „ahh… wir nur machen fotos“).
die getränke, welche von wem auch immer gekauft wurden verschüttete diese dame
bereits großzügig in der bahnhofsvorhalle.

die saurier und wir sind aus dieser vorevolutionären phase heile herrausgekommen und weiter gings.

phase 4 sport

auf dem weg in die wohnung haben wir, warum auch immer, die großartige idee gehabt mit sportlichem outfit* das kontrollverluste zu besuchen. so war die wohnungstür noch nicht geschlossen, als der kleiderschrank auch schon geöffnet wurde und einige diverse trainingsklamotten rausgekramt und übergestreift hatten. der lustige dj, der beim nachbarn zu gast war schloss sich uns an und hatte sich ganz schnell von mr. zu mrs. verwandelt und tänzelte im grünen blumensommerkleid durch die wohnung. sonst bleibt zu sagen
„ich schluckte das ein oder andere (Bier, Wein, Wasser, Ecstasy, Beruhigungsmittel), lauschte guter Musik und hatte einige nette Ziellose unterhaltungen.

* ich denke die idee entstand als persiflage zu den funktionalen outfits der antifa

phase 5 kontrollverlust

nachdem wir irgendwie in den treptowerpark gelangt waren und schon fast am ziel waren , liessen sich einige der begleiter zur SEA U- Site überreden und so saßen wir gefühlte vier stunden später – die wir im hippiebus verbrachten- an der ostsee und hüpften begeistert am strand entlang. das drama begann eine minute später, da die hochpotenten drogen genau da wirkten und mir- um es schön zu sagen – erst einmal schlecht wurde.
die nächsten sechs stunden verbrachten wir lachend in einem auto, denn zum glück gab es leute die verständniss aufbrachten. das auto war unser schutzraum und so harrten wir lachend in dem wagen aus. irgendwann war auch das lurch-haut-gefühl verschwunden und der lockige freund konnte seine kleidung wieder tragen. die heimreise gestaltete sich schwierig, denn so ein wochendkreisel strapaziert die beine und fordert tribut. wir gelangten aber doch noch zum bahnhof und waren drei stunden später gegen 23.00 uhr in berlin.

phase 6 – ausschlag

zur u-site bleibt zu sagen, dass es es dort die ganze zeit regnete und ich am nächsten tag einen schöne hautirritation hatte und ich über und über mit roten pünktchen bedeckt war.
dass nicht nur meine haut eine irritation davon trug bemerke ich an dieser stelle. immer noch ist da einiges, welches nur noch bruchstückhaft vorhanden ist und darauf wartet zusammengepuzzelt zu werden. ich bin auf jeden fall froh nicht vom balkongeländer gefallen zu sein, meinen rechner im funktionsfähigem zustand vorgefunden- und das mitbewohnerzimmer doch nicht großzügig anderen leuten überlassen zu haben.
so oder so liebe freunde, es war ein großartiges, schräges wochenende und ich hoff ich seh euch bald alle wieder.

im schimmel tanzen für rene*

Arrivederci Bialoleka
exzessives elektronisches Tanzvergnügen

Berlin | 25.August | Köpi-Keller*

Lineup:
ritschko
DJ TERM [BlauKollektiv]
Jean Ferré [barfuss!]

*Köpenickerstr. 137, Berlin-Mitte

Geburtstagsause

wenn der lieblingsfreund geburtstag hat bekommt er ein geschenk und eine tolle party . das fest war am freitag im schönen potsdam und mit unteranderen noch hübscheren gästen. zum ende entwickelte sich das ganze zu ner krachigen technosause mit entsprechend elektronischen gästen.
der morgen wurde dann auf dem hausdach begrüßt danach gings mit dem rad und ner flasche sekt an den see, leider verborgen wassergrundstückbesitzer ungern ihre boote- aber ein versuchs wars wert. am badestrand wurd ich noch unfreiwillig in den see gestellt was die schuhe einweichte , und die füße tintenblau einfärbte. der tag wurde weiter gestaltet mit pasta, eis und super wein. dann ab ins archiv, da gabs soliden hardcore und trommelbässe. das großes illegale rumlungern im backstagebereich wurde mit einem großen silbernen tablett verschönert später ging es dann mit dem taxi in den wald um im dortigen bunker, bis in die frühen morgenstunden, mit den tollen begleitern, zu elektronischen klängen weiterzutanzen. zurück in potsdam musste ich feststellen das der gepelzte freund andere pläne hatte und aus seinem gastquartier geflohen war. nach suchruden haben wir ihn dann durch zufall auf der gegenüberliegenden strassenseite mit neuem besitzer, beim morgendlichen spaziergang endeckt.
sonst gabs noch hörspiele, filme, sowie ein glückliches geburtstagskind. jetzt heißt es ersteinmal schlafen und hoffen das die füße ihre gewohnte farbe wiedererlangen.

Veranstaltung

Frieden mit der Hisbollah?

Die verschärfte Sicherheitslage im Norden Israels und der
Raketenbeschuss durch die radikal-islamische Hisbollah beschäftigen
Diplomaten in der ganzen Welt. Friede wird lautstark verlangt, oder
zumindest ein Waffenstillstand. Konzepte für eine dauerhafte Lösung,
die den Sicherheitsinteressen Israels gerecht wird, gibt es kaum. Ob
die libanesische Armee zusammen mit den Vereinten Nationen willens und
in der Lage ist, die Hisbollah zu entwaffnen, muss bezweifelt werden.

Warum Israel sich verteidigen muss – das ist am kommenden Donnerstag,
(17. August 2006) Gegenstand einer Veranstaltung in Berlin. Eldad Beck,
Deutschland-Korrespondent der israelischen Tageszeitung Yedioth
Achronot, der im Libanon geborene Ralph Ghadban, Islamwissenschaftler
an der Evangelischen Fachhochschule Berlin und die Publizistin Sylke
Tempel liefern interessante Hintergründe und Einsichten zum aktuellen
Konflikt. Moderation: Ivo Bozic von der Wochenzeitung Jungle World.

Donnerstag, 17. August 2006
Beginn um 19.30 Uhr
in der Jerusalems-Kirche
Lindenstraße 85, 10969 Berlin
nahe dem Jüdischen Museum

Die Referenten:
Eldad Beck, geb. 1965 in Haifa, berichtet für die israelische
Tageszeitung Yedioth Achronot aus Berlin. Er ist damit der einzige
israelische Zeitungskorrespondent in Deutschland und beobachtet die
deutsche Israelberichterstattung wie die politische Szenerie Israels
gleichermaßen.

Ralph Ghadban, geb. 1949 in Haouche Hala, lehrt als
Islamwissenschaftler an der Evangelischen Fachhochschule in Berlin. Bis
1972 lebte er im Libanon. Ghadban ist ein scharfer Kritiker des
Islamismus und ist überzeugt, dass die Gefahr des Islamismus in Europa
oft unterschätzt wird.

Sylke Tempel, geb. 1963 in Bayreuth, ist promovierte Historikerin und
Publizistin und lehrt in Berlin an der Dependance der Stanford
University. Acht Jahre berichtete sie als Nahost-Korrespondentin aus
Israel, u.a. für Die Woche, regelmäßige Autorin der Jüdischen
Allgemeinen.

yadachat

Von Hämatomen, Besucherketten und nassen Hunden

Nach nunmehr 10 Jahren wurde mein altersschwaches Rad ( Baujahr 1956 ), gegen ein leistungsfähigeres Modell ausgetauscht, und in den dunklen Keller abgeschoben.
Die Rache des dahinwelkenden Rades, das nunmehr auf sein rostiges Ende wartet, folgte einen Tag später.
In gewohnter Fahrradfahrroutine schwang ich mich auf mein neues Rad und düste los, dabei bedachte ich nicht, dass es sich bei dem für viel Geld erstandenem Luxus Rad um ein größeres Gefährt (28) mit dünneren Reifen handelte.
Als ich guter Dinge und Gedanken versunken in der Treptower Str. einbog und locker um eine Kurve fahren wollte flog ich auch prompt aus dieser und rutschte mit dem neuen Gefährt über die glücklicherweise nicht stark befahrene Strasse und blieb nach gefühlten 10 Metern im Dreck liegen. Das Ergebnis dieses großartigen Sturzes sind drei Hämatome in der Größe von Afrika, der Sowjetunion (Oberschenkel) sowie der Antarktis ( Knie )
im Maßstab 1: 48 899 60.
Die Hose blieb glücklicherweise heile und das Rad sank in meiner Gunst um 50%.

Besucherketten

Besucherkette: Besucherkette, die

1. ein nicht endend wollender Besucherstrom
2. eine Ansammlung von Besuchern die sich gerne an den Händen halten und Ketten bilden
3. eine entschlossen auftretende Gruppe von Demonstranten die aus anderen Regionen anreisen

Bei meiner Besucherkette handelt es sich um die Variante eins.
Sie ist seit ca. 1 Monat zu Gast und hat auch sobald nicht vor zu gehen.

Nasse Hunde stinken, der ungeputzte Hund aber noch mehr.

Also ab in die Wanne, mit viel Hundeshampoo eingeseift und abgeduscht.
Einmal trocken schütteln etwas bürsten und fertig! Das Tier war danach lustig aufgepuschelt und sah auch 20 kg schwerer und etwas elektrisiert aus.
Etwas besser riecht der getreue Freund jetzt schon aber fusseln tut er jetzt noch mehr.

Wort: putzen 
Anzahl: 1486
Häufigkeitsklasse: 13 (d.h. der ist ca. 2^13 mal häufiger als das gesuchte Wort)
Morphologie: putz|en
Grammatikangaben: Wortart: Verb
transitiv
intransitiv
lautet nicht ab
Partizip II mit haben

Relationen zu anderen Wörtern:
Synonyme: aufwaschen, bürsten, feinmachen, herausputzen, reinigen, saubermachen, scheuern, schmücken, schönmachen, spülen, säubern, zurechtmachen

vergleiche: frisieren, polieren

ist Synonym von: abbürsten, abkehren, abscheuern, abseifen, abwischen, aufmachen, aufputzen, aufwaschen, aufwischen, ausbürsten, ausputzen, auswischen, bürsten, herausputzen, polieren, reinigen, reinmachen, saubermachen, saubermachen, scheuern, schmücken, schniegeln, schönmachen, schönmachen, schrubben, waschen, wichsen, wischen

wird referenziert von: fegen, säubern, scheuern